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In Abydos wurde der hundsgestaltige Totengott Chont-amenti verehrt. Bereits im Alten Reich nahm der aus dem Delta stammende Kult des Osiris Besitz von den alten Tempeln und wurde dem Chont-amenti gleichgesetzt. Die Osirislegende hat Abydos zu einer berühmten Wallfahrtsstätte im alten Ägypten gemacht, da man das Grab des Osiris im nahen Hügel Umm el Gaab sah. Einmal im Jahr pilgerten unzählige Gläubige zu den Mysterienspielen, die dort zu Ehren des Osiris abgehalten wurden

                                                                               

Abydos ist seit der 0.Dynastie Begräbnisplatz der Könige aus dem benachbarten Thinis. Viele Pharaonen und reiche Privatleute wollten zumindest durch ein Zweitbegräbnis präsent sein und ließen sich hier Scheingräber oder Stelen errichten, um dem Grab des Osiris nahe zu sein. Neben Osiris wurde aber auch seine Gemahlin Isis, sein Sohn Horus und zur Zeit des Neuen Reiches auch Ptah, Re-Harachte und Amun verehrt. Die Nekropole von Abydos teilt sich in vier Bereiche. In der südlichen Totenstadt befinden sich die Gräber des Neuen Reiches und die Tempel von Sethos I. und Ramses II., sowie das berühmte Osireion. Nördlich davon befinden sich die Gräber aus dem Alten Reich. Noch weiter im Norden liegen die Gräber des Mittleren Reiches und auch Gräber aus späteren Epochen. Im Westen befinden sich im Hügel Umm el Gaab die Königsgräber der ältesten Dynastien.

Nordwestlich vom Osireion liegt der Tempel von Ramses II., der ebenfalls dem Osiris und dem Totenkult des Königs gewidmet war. Trotz der starken Zerstörung gilt sein Grundriß als ein Musterbeispiel für die Tempel des Neuen Reiches. Besondere Beachtung verdienen die Reliefs im Tempel.