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Etwa 55km südlich von Luxor liegt Esna und in seinem Stadtzentrum, etwa 9 Meter unter Straßenniveau, der Esna-Tempel. Genaugenommen handelt es sich eigentlich nur um die Vorhalle des Tempels, aber mehr ist davon nicht erhalten geblieben.
Obwohl bereits Könige der 18.Dynastie hier dem Gott Chnum geopfert haben, wurde fast alles in griechisch-römischer Zeit neu gestaltet. Es handelt sich somit um einen der letzten Tempel, die im alten Ägypten errichtet wurden.

                                                                                                                

Der Tempel von Esna ist dem Chnum, dem göttlichen Töpfer mit Widderkopf und einigen weiteren Göttern geweiht, von denen als bedeutendste Neith und Heka, der Göttin der Magie, genannt seien. Aufrecht steht heute nur die erste Säulenquerhalle, deren Westwand einst den Beginn des Tempelinnern bezeichnete. Die Reliefs an dieser Wand stammen aus der Zeit von Ptolemaios VI. Philometor und Ptolemaios VIII. Euergetes II. Einige der Szenen (Darstellung von Göttern und des Königs beim Vogelfang mit dem Netz) verdienen Hervorhebung. Von dem ursprünglichen Gebäude ist heute nur noch die zur Zeit des Imperators Claudius errichtete Hypostylvorhalle erhalten. In der koptischen Zeit wurde die Halle als Kirche benutzt, worauf auch ein in der Wand eingeschlagenes Kreuz hinweist.